Seien M eine endliche Menge und ~ eine Äquivalenzrelation auf M, sodass alle Äquivalenzklassen die gleiche Kardinalität k haben. Wie viele Äquivalenzklassen gibt es? Wie viele solche Äquivalenzrelationen kann man auf der Menge geben, wenn p eine Primzahl ist? Gibt es eine Äquivalenzrelation auf
, bei der alle Äquivalenzklassen genau sieben Elemente haben?
Sei k die (immer gleich) Kardinalität der Äquivalenzklassen, dann gilt für . Denn sei
. Damit ist
eine disjunkte Zerlegung von M. Seien
sowie
:
Für und die Äquivalenzrelation ~ mit
gilt:
(da p Primzahl)
Für k = 1 gilt wegen , dann ist ~ gerade die Identität.
Für k = p gilt
Eine Äquivalenzrelation auf , bei der alle Äquivalenzklassen genau sieben Elemente haben, existiert nicht, da
und daher eine Klasse 8 oder 1 Element haben müsste.
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Übung Äquivalenzrelation
Saturday, February 13th, 2010Übung Kardinalität
Saturday, February 13th, 2010Seien mit
. Zu zeigen ist, dass die Menge
die Kardinalität hat.
Die Aufgabe ist vergleichbar mit folgendem Szenario:
Sei eine Schule mit n Kindern und r Klassen. Jede Klasse j darf nur (und muss)
Kinder haben.
ist die Menge der verschiedenen Klassenzusammenstellungen. Zum Beispiel für r=2 gilt
und damit
. Dann gilt
(denn es gibt genau diese Anzahl an Möglichkeiten, die Kinder der ersten Klasse (und somit gleichzeitig alle anderen Kinder) zu verteilen).
Induktionsanfang: n = 1:
und A enthält nur die Abbildung
Induktionshypothese:
Induktionsschritt: :
Seien nun , dann ist:
Mit ist
.
Für ist
, weil für
gilt
– Widerspruch
Falls , dann ist
:
Angenommen – Widerspruch
Also gilt:
Falls , dann ist:
von
in
Somit erhält man:
Übungen Ringschluss
Friday, February 12th, 20101. Seien X eine nicht-leere Menge und eine Abbildung. Es ist zu zeigen, dass die folgenden Aussagen äquivalent sind:
(i) f ist injektiv
(ii) , so dass
(iii) Für alle Mengen Z und Funktionen folgt aus
bereits g = h
(iv) gilt
Hierzu wird das Ringschlussverfahren genutzt, um nicht jede Äquivalenz zweier Aussagen in beiden Richtungen zu beweisen. Stattdessen wird aus (i) (ii) gefolgert, aus (ii) (iii), aus (iii) (iv) und um einen Ring zu bilden schließlich aus (iv) (i).
(i) (ii):
Sei injektiv. Sei
, dann ist
bijektiv und es existiert:
, so dass
gilt dann
(ii) (iii):
Sei Z eine Menge und , dann gilt wegen
:
(iii) (iv):
Sei , dann existiert
. Durch Definition von:
folgt
Sei nun , dann folgt
(iv) (i):
Seien . Durch Definition von:
erhält man , weil f(a) = f(b).
