Die Binomialkoeffizient ist die Kardinalität, also die Anzahl an Elementen, eines Systems von k-elementigen Elementen einer n-elementigen Menge
. Für beliebige
ensteht beim Ausmultiplizieren des Produktes von
eine Summe über alle Produkte
. Somit gilt:
Für ist der entsprechende Summand
, womit gilt:
Somit gilt kurzgesagt:
Dies ist der sogenannte Binomialsatz, der üblicherweise auch durch Induktion bewiesen wird.
Für n = 2 ergeben sich die binomischen Formeln. Auch die dritte binomische Formel hat eine Verallgemeinerung:
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Binomialsatz
Saturday, February 13th, 2010Übungen Binomialkoeffizient
Friday, February 12th, 20101. Seien ein Tipp beim Lotto “6 aus 49″ und k ≤ 6. Zu berechnen ist die Wahrscheinlichkeit w bei einer Ziehung genau k richtige Zahlen zu haben.
Sei X die Menge der sechs-elementigen Teilmengen mit k Treffern:
Seien darüber hinaus die Menge der k-elementigen Teilmengen der Treffer und
die Menge an 6-k-elementigen Teilmengen der Nieten.
Dann ist die folgende Abbildung eine Bijektion:
2. Zu zeigen ist, für alle gilt:
Induktionsanfang: n = 1:
Sei , dann gilt:
Induktionsannahme:
Induktionsschritt: :
3. Berechnung von
, deshalb gilt m = 1, woraus sich Folgendes ergibt:
(und somit die Summe den Zahlen 1 bis n)
Für m = 2 ergibt sich:
4. Berechnung von
Für m = 3 ergibt sich:
5. Zu zeigen ist:
Wie schon in 1. wird eine bijektive Funktion für Potenzmengen definiert:
,
a) Sei
Injektivität
b) Sei , dann gilt:
Surjektivität
Weiter wird definiert, was durch die Disjunktheit dazu führt, dass:
Die Vereinigung ist disjunkt. Damit ergibt sich für die Aufgabenstellung:
Endliche Mengen & Kardinalität
Thursday, February 11th, 2010Eine Menge ist für
genau dann leer, falls n = 0:
In diesem Fall besitzt die Menge die sogenannte Kardinalität . Die Kardinalität beschreibt die Anzahl von Elementen in einer Menge. Man unterscheidet endliche und unendliche Mengen. Die Menge der natürlichen Zahlen beispielsweise ist unendlich. Man schreibt dann auch
. Eine Menge M wird genau dann als endlich bezeichnet, wenn es eine injektive Abbildung
gibt. Die Kardinalität dieser Menge ist dann:
Das heißt also, dass quasi jedes Element von M abgezählt und so die Anzahl der Elemente festgestellt wird.
Für zwei Mengen A und B und gilt:
1. (d.h. es werden alle Elemente von A durch {1, … , m} abgezählt und keines wird doppelt zugewiesen)
2. Falls es eine Bijektion gibt, dann gilt offensichtlich
3. Gilt und ist A oder B endlich, dann gibt es eine Bijektion
4. Falls , dann ist
Sind M und N zwei endliche Mengen mit , dann gilt:
1.
2. , wobei
3.
4. , wobei
Beweise:
1. Ist eine Bijektion, dann ist auch
eine Bijektion.
Induktionsanfang: n = 0:
Induktionshypothese:
Induktionsschritt: :
2. Für die Menge aller Abbildungen von schreibt man auch
.
Für existiert genau eine Funktion
, da jede Relation von der leeren Menge nach N leer ist und damit Teilmenge von
. Diese leere Relation ist eine Funktion. Für
. Dadurch ist folgende Abbildung eine Bijektion, wodurch die Mengen, dieselben Kardinalitäten haben:
per Induktion
3. Für eine Teilmenge A von M existiert die sogenannte Indikatorfunktion:
Für die Funktion, welche alle Teilmengen der Potenzmenge auf die Indikatorfunktion abbildet ergibt sich eine Bijektion:
4. beschreibt den sogenannten Binomialkoeffizienten. Dieser benutzt die Fakultät n!. Die Fakultät ist definiert durch
. Daraus folgt offensichtlich, dass
. Der Binomialkoeffizient ist definiert für
durch:
Per Definition gilt ausserdem . Offensichtlich ist
.
Für gilt:
Sei , dann ist
.
Für gilt:
Sei , dann ist
die Menge der Potenzmengen ohne das x vereinigt mit den Potenzmengen mit dem x.
eine Bijektion mit
ist, folgt induktiv:
(der zweite Summand entspricht genau der Anzahl an Teilmengen der Potenzmenge, die durch den Ausschluss von x im ersten Summanden nicht berücksichtigt werden)
Die vorangegangene Gleichung ist dasselbe wie:
Für ergibt sich daraus:
Dies ist die Formel für das Pascalsche Dreieck, die sich direkt aus dem Binomialkoeffizienten ergibt:
